Produktionsdaten sind heute in nahezu jedem Unternehmen verfügbar. Maschinen liefern in Echtzeit Informationen, Prozesse werden digital erfasst und analysiert. Und trotzdem bleibt in vielen Fertigungen eine zentrale Herausforderung bestehen: Die vorhandenen Produktionsdaten werden nicht effektiv genutzt.
Warum ist das so? Und wie können Unternehmen ihre Produktionsdaten besser visualisieren und auswerten, um echte Transparenz zu schaffen? Wir haben mit unserem Projektleiter Dominik Hacker gesprochen.
Dominik Hacker: Viele Unternehmen verfügen heute über eine enorme Menge an Produktionsdaten. Das eigentliche Problem ist jedoch nicht die Verfügbarkeit dieser Daten, sondern ihre Nutzbarkeit.
Produktionsdaten werden häufig zwar erfasst, aber nicht so aufbereitet, dass sie im Alltag schnell interpretiert werden können. Statt klarer Erkenntnisse entstehen komplexe Datenstrukturen, die nur mit großem Aufwand ausgewertet werden können.
Um Produktionsdaten sinnvoll auszuwerten, müssen sie so dargestellt sein, dass Verantwortliche in der Fertigung sofort erkennen können, was passiert – und warum.
Dominik Hacker: Ein häufiger Fehler ist, dass der Fokus zu stark auf der Technologie liegt. Unternehmen investieren in Systeme zur Datenerfassung, vernachlässigen aber die Frage, wie diese Daten später genutzt werden.
Ein weiterer Punkt: Viele Lösungen sind zu komplex. Sie bieten zahlreiche Funktionen, sind aber im Produktionsalltag schwer zugänglich.
Dabei geht es in der Praxis oft um einfache Fragen: Wo entstehen Engpässe? Warum kommt es zu Stillständen? Wie effizient läuft die Produktion wirklich? Wenn diese Fragen nicht schnell beantwortet werden können, bleibt das Potenzial der Produktionsdaten ungenutzt.
Dominik Hacker: StramaAnywhere setzt genau an diesem Punkt an. Die Lösung wurde entwickelt, um Produktionsdaten in Echtzeit zu visualisieren und verständlich darzustellen – direkt im Browser und ohne zusätzliche Softwareinstallation. Das bedeutet: Mitarbeiter können jederzeit und von verschiedenen Endgeräten auf relevante Produktionskennzahlen zugreifen.
Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass Zusammenhänge sofort sichtbar werden. Dadurch wird es deutlich einfacher, Produktionsdaten nicht nur zu erfassen, sondern aktiv für Entscheidungen zu nutzen.
“Wenn Unternehmen ihre Produktionsdaten transparent darstellen, verändert sich vor allem die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung."

Dominik Hacker: Probleme können schneller erkannt und Ursachen gezielt analysiert werden. Gleichzeitig verbessert sich die Abstimmung zwischen verschiedenen Bereichen, da alle Beteiligten auf derselben Datenbasis arbeiten. Die Visualisierung von Produktionsdaten schafft somit die Grundlage für eine effizientere Fertigung und eine kontinuierliche Optimierung der Prozesse.
Domink Hacker: In Zukunft wird es nicht mehr ausreichen, Produktionsdaten einfach nur zu sammeln. Der Fokus wird stärker darauf liegen, diese Daten verständlich und zugänglich zu machen. Unternehmen, die ihre Produktionsdaten in Echtzeit visualisieren und sinnvoll auswerten, werden klar im Vorteil sein.
Langfristig geht es darum, Transparenz in der gesamten Fertigung zu schaffen – sodass nicht nur Spezialisten, sondern alle Beteiligten datenbasierte Entscheidungen treffen können. Genau darin liegt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in der Industrie 4.0.